Europas erstes vollausgerüstetes Feuerwehreinsatzfahrzeug mit Elektroantrieb

Von 4. April 2018 News
Kreisel_Electric__E-Feuerwehrauto Front_seitlich

Betriebsfeuerwehr LINZ AG präsentiert:
E-mobiles Leuchtturmprojekt am Sektor Einsatzfahrzeuge

Vor circa zwei Jahren schlossen sich auf Initiative der Betriebsfeuerwehr LINZ AG drei innovative oberösterreichische Unternehmen zusammen, mit dem Ziel, ein völlig neues Fahrzeug umzusetzen und damit einer gemeinsamen Vision zu folgen.

Die Zusammenarbeit von Rosenbauer, Kreisel Electric und LINZ AG mündete in einer absoluten Neuheit am Einsatzfahrzeugsektor:

Europas erstes vollausgestattetes taktisches Feuerwehreinsatzfahrzeug mit Elektroantrieb wird in Linz unterwegs sein.

Mit Kreisel Electric konnte ein weiterer Wunschpartner für das Leuchtturmprojekt gewonnen werden. Nach dem ersten Plug In-Hybrid-Müllfahrzeug ist es bereits das zweite gemeinsame Innovationsprojekt von Kreisel und LINZ AG.

Markus Kreisel, CEO Kreisel Electric GmbH & Co KG:

Nutzfahrzeuge wie Feuerwehrautos sind ein idealer Anwendungsbereich für elektrische Antriebe: in vielen Fällen müssen sie nur kurze Strecken zurücklegen und das Laden kann zwischen den Einsätzen erfolgen. Ich denke da besonders an Wachen in Bezirken großer Innenstädte, in Ortskernen und kleinen Gemeinden auf dem Land oder auf Flughäfen.

Bei dem kompakten Einsatzfahrzeug für die LINZ AG konnten wir unsere umfassende Erfahrung im Prototypen-Bau von E-Fahrzeugen einbringen. Die Basis ist ein Mercedes Sprinter – ein Nutzfahrzeug, dass wir schon für Bus- und Frachtunternehmen erfolgreich elektrifiziert haben.“

Wie kommt das E ins E-Mobil?

Am Kreisel-Standort Rainbach im Mühlviertel wurde das Fahrzeug in zwei Monaten von den Spezialisten auf „E“ getrimmt bzw. umgerüstet.

Das Einsatzfahrzeug KLF-L von Rosenbauer basiert auf der Karosserie eines Mercedes Sprinter, für den Kreisel Electric schon E-Mobilitätslösungen für verschiedene Anwendungen umgesetzt hat. So wurden in Projekten mit der Industrie bereits Busse für den Personenverkehr und Lieferwagen für den Gütertransport auf Sprinter-Basis umgesetzt. Nun wird die modulare Kreisel-Lösung auch in einem Einsatzfahrzeug angewendet. Gleich bleibt immer das Ziel: Mit Vorzeigeprojekten saubere Mobilität von morgen greifbar zu machen und in Serie zu bringen. Eine Vision, die Kreisel, Rosenbauer und LINZ AG teilen.

Die modulare Kreisel-Lösung

Im Einsatzfahrzeug KLF-L kommen in modularer Bauweise vier Kreisel Batterien zum Einsatz. Die Gesamtkapazität von 86 kWh reicht bedenkenlos für alle Einsatzfahrten aus. Trotz erheblichem Gewicht – Fahrzeug, Akku (ca. 620 kg), Besatzung, individuelle Beladung) sowie unter Berücksichtigung der Fahrweise im Einsatz kann von 160 km Reichweite ausgegangen werden. Durch das Schnellladegerät ist das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit wieder vollgeladen (Typ2- oder CCS-Stecker). Ein Elektromotor mit dauerhafter elektrischer Leistung von 120 kW sorgt für den nötigen Vortrieb.

Fahrzeugdaten
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand:
7,45 Meter
2,22 Meter
3,30 Meter
4,325 Meter
Zulässiges Gesamtgewicht 5.300 kg
Gesamtgewicht Akkus ca. 620 kg
Dauerhafte elektrische Motorleistung 120 kW
Gesamtkapazität 86 kWh / 252 Ah
Reichweite 160 km
Schnellladen mit 50 kW auf 90 % SOC In 1 h 20 min

Die Highlights des neuen Einsatzfahrzeuges im Überblick

  • Europa-Innovation: das zumindest europaweit erste branchenbekannte vollausgestattete taktische Feuerwehrlöschfahrzeug mit Elektroantrieb wird in Linz im Einsatz sein
  • Vorzeigeprojekt mit Nachahmungspotenzial: Das Leuchtturmprojekt ist geeignet, um saubere Mobilität von morgen greif- und sichtbar zu machen, Möglichkeiten aufzuzeigen und auf neue Idee rund um E-Mobilität zu bringen. Darüber hinaus ist die Feuerwehr – allein in OÖ hat das Feuerwehrwesen beinahe 100.000 Mitglieder – ein großartiger Multiplikator für E-mobile Lösungen.
  • Wirtschaftlichkeit/Umwelteffekt: mit dem Elektroantrieb wird das neue Einsatzfahrzeug deutlich günstiger unterwegs sein, als mit herkömmlichen Antriebskonzepten. Die konkrete CO2-Einsparung durch den Betrieb des Fahrzeugs, wird die Praxiserfahrung zeigen. Die angenommene Fahrleistung von 12.000 km pro Jahr lässt jährlich 4,8 t CO2-Ersparnis erwarten.
  • Einfache Bedienung: Das Fahrzeug lässt sich ganz einfach mit Gas-/Bremssystem bedienen und beschleunigt hervorragend – Vorteile, die gerade bei Einsätzen, wenn es schnell gehen und jeder Handgriff sitzen muss, entscheidend sein können
  • Nutzbare Synergien: die LINZ AG ist in der glücklichen Lage, viel Know-how im Bereich E-Mobilität in den eigenen Reihen zu haben. Das betrifft die Ladeinfrastruktur – am Feuerwehr-Standort FHKW wird eine E-Ladestation errichtet – genauso wie den Betrieb von Elektrofahrzeugen insgesamt.
  • Vorreiterstellung: Die LINZ AG unterstreicht mit dem ersten Einsatzfahrzeug, das mit Naturstrom betrieben wird, einmal mehr ihre Vorreiterstellung im Bereich der E-Mobilität

Den gesamten Pressetext finden Sie auf linzag.at.

Markus Kreisel

Über Markus Kreisel

Markus, der mittlere der drei Kreisel Brüder war schon in frühen Jahren von der Idee beseelt die Mobilität im Straßenverkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Sein täglicher Anfahrtsweg zum elterlichen Betrieb durch eine schöne Naturlandschaft ließ bald Ambitionen heranreifen die Emission so gering wie nur möglich zu halten, ohne auf Fahrspaß und Dynamik verzichten zu müssen.

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